Das Web revolutioniert das Recruiting bis heute
Ab 2001 begann der Markteintritt der amerikanischen Titanen in Europa. Zuerst erwarb Monster das schwedische Karriereportals Jobline International AB und im Jahr 2003 wurde diese Marktposition mit dem Erwerb von „Jobpilot“ verstärkt, einer etablierten Marke in der CEE Region. Careerbuilder, Marktführer in den USA, ist hingegen erst seit 2006 in Europa aktiv. Unterdessen hatten sich auch in Europa Zusammenschlüsse diverser Marktteilnehmer zu einflussreichen Netzwerken herausgebildet, wie StepStone und Partner als „The Network“ (2002) oder ONREA in Osteuropa (2005). Von 2004 bis Mitte 2008 befand sich der Jobbörsenmarkt in einer Konsolidierungsphase. Im Zentrum des strategischen Interesses aller Jobbörsen stand vor allem der Ausbau von Reichweiten durch Kooperationen oder dem Einkauf von Traffic.
Heute repräsentieren Deutschland, Frankreich und Großbritannien das Trio der wichtigsten europäischen E-Recruitingmärkte in punkto Marktvolumen und Vielfalt. Diese Marktmacht stimulieren nicht zuletzt einflussreiche nationale Anbieter wie beispielsweise Jobware.de und stellenanzeigen.de in Deutschland, Cadremploi.fr in Frankreich und Totaljobs.com oder Jobsite.co.uk in UK.
Verändertes Selbstverständnis der Online-Stellenmärkte
Die ursprüngliche Idee von Jeff Taylor, dem Begründer von Monster Board, Arbeitsangebot und -nachfrage auf einer Online-Plattform zusammen zu führen, hat sich in vielerlei Hinsicht weitertentwickelt. Denn bereits ab 2002, nur wenige Jahre nach ihrer Gründung, setzt bei den Internet-Stellenmärkten eine Multiplizierung der Services ein. Dies findet Ausdruck in horizontaler sowie vertikaler Diversifizierung der Dienstleistungen, beispielsweise durch die Gründung von Personalberatungen (etwa Jobware Consult), die Einführung von Online-Marketing-Produkten, Lebenslaufdatenbanken oder virtuellen Recruiting-Messen.







