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Europäische Jobbörsen investieren trotz Konjunkturtief

Freitag, 26. Juni 2009

Zukunftsmusik bleiben vorerst die so genannten "lernenden Suchmaschinen“. Hier werden die Suchenden bei ihrer Suche „beobachtet“. Die Suchmaschine identifiziert ein "Thema" aus dem Suchverhalten des Kandidaten und schlägt ihm weitere Stellenanzeigen vor. Etwas weniger anspruchsvoll, aber in gleicher Absicht und von führenden Jobbörsen wie Monster bereits implementiert, ist die Profil-basierte Suche. Wenn sich ein Kandidat als Ingenieur mit Spezialisierung auf Solartechnik zu erkennen gibt, indem er sein Profil hinterlegt, werden ihm bei der Eingabe des allgemeinen Suchbegriffs „Ingenieur“ wirklich nur passende Stellen präsentiert. 


Jetzt kommt Bewegung in die CV-Datenbanken

Von den europäischen Jobbörsen häufig aufgeführt, werden Investitionen in die Entwicklung leistungsstarker Zusatzoptionen für ein optimiertes Handling der Lebenslaufdatenbanken. Nach Angaben der Karriereseiten wird nicht nur die Suchtechnik durch zusätzliche Filteroptionen oder eine erweiterte Suche in den Dateianhängen ergänzt, sondern auch die Präsentation der Ergebnislisten überarbeitet. Die Schlüsselinformationen zu jedem Kandidaten (Name, Gehalt, letzte Position etc.) sind für die Rekrutierer auf einen Blick sichtbar.

Des Weiteren gibt es für die Kandidaten verstärkt die Möglichkeit, selbst über den Grad der Offenlegung ihrer Daten zu bestimmen („Visibility Control“). Ist der Zugriff auf die persönlichen Kontaktdaten durch den Kandidaten erlaubt, kann der Rekrutierer direkt mit ihm in Kontakt treten (z.B. Monster, Adenclassifieds). Die Jobbörse StepStone ermöglicht passiven Kandidaten, die in einem festen Anstellungsverhältnis stehen, einen eventuellen Zugriff durch ihren derzeitigen Arbeitgeber zu sperren. Eine äußerst nützliche Regelung für diese Kandidatengruppe, die ihre Wechselwilligkeit nicht offen kommunizieren möchte.
Variantenreich sind die Funktionen zur Optimierung des Workflow in der Datenbank. Beispielsweise gibt es Empfehlungs- oder Kommentarfunktionen für den Austausch von Informationen unter Rekrutierern eines Unternehmens oder den zeitsparenden Versand einer Nachricht an eine ausgewählte Kandidatenliste.


Werben mit minimalen Streuverlusten

Es ist soweit, nun können werbende Arbeitgeber neben der traditionellen Banner-Platzierung auch Zielgruppen und Regionen für ihre HR-Werbung buchen. Die Unternehmen haben die Möglichkeit gezielte Bannerwerbung mit minimalen Streuverlusten zu buchen, z.B. HR-Werbung für IT-Kandidaten in Hessen.

Um Werbung gezielt schalten zu können, muss zunächst ein Mindestmaß an Informationen über den Nutzer gesammelt werden. Die aktive Datenerhebung kann zum Beispiel über Registrierungsformulare geschehen. Bei der passiven Datenerhebung dagegen werden Daten durch Tracking Cookies, Spyware oder Partner- und Werbenetzwerke gesammelt. Von Vorteil bei dieser Methode sind die Glaubwürdigkeit und Aktualität der Daten, umstritten ist die Einhaltung des Datenschutzes.

Darüber hinaus präsentiert das internationale Karriereportal Monster mit dem Career Ad Network (CAN) eine interessante Möglichkeit des Reichweitenausbaus. Im Partnernetzwerk, dabei handelt es sich um die Top 20-30 Seiten nach AGOF Listing, werden unterhalb eines Monster-Headers Links zu ausgewählten Stellenanzeigen geschalten. Ziel ist es, passive Kandidaten auf ihren Lieblingsinternetseiten mit zu ihrem Profil passenden Stellenanzeigen zu versorgen.



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