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Jahresrückblick: Jobbörsenmarkt 2007

Eine Branchenuntersuchung durch Nielsen Online weißt im dritten Quartal 2007 ein Nutzerwachstum von 12 Prozent für die Websites der Kategorie Career Development aus. Unter den kommerziellen Jobboards profitieren vor allem StepStone, Monster und JobScout24 von diesem Anstieg. Diese und auch andere Zahlen unterstreichen das Wachstum des E-Recruiting-Sektors im Jahr 2007.

Auf dem deutschen Jobbörsenmarkt dominieren nach wie vor die großen internationalen Internet-Stellenmärkte (Monster/Jobpilot, StepStone), gefolgt von nationalen Qualitätsanbietern wie Jobware.de oder Stellenanzeigen.de. Darüber hinaus gibt es Nischenmärkte, beispielsweise im Ingenieur – und Gesundheitswesen, sowie das Marktsegment der regional spezialisierten Jobboards (meinestadt.de, kalaydo.de etc.). Obwohl spezialisierte Stellenmärkte in Deutschland stärker genutzt werden als früher, ist ihre Bedeutung weiterhin geringer als in anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Großbritannien.

Was tut sich am Markt?

Im Zentrum des strategischen Interesses aller Jobbörsen steht der Ausbau von Reichweiten. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, nutzen die Marktakteure zwei Strategien: Zum einen gibt es zahlreiche Kooperationen, d.h. die Jobbörsen platzieren sich als Service-Anbieter auf Content-Seiten. Zum anderen wird der Reichweitenausbau durch den Einkauf von Traffic betrieben. Hierbei werden Stellenanzeigen gleichzeitig auf anderen Jobbörsen oder Suchmaschinen veröffentlicht.

E-Recruiting ist ein Wachstumsmarkt. Jedes Jahr gibt es neue Marktteilnehmer, die versuchen sich zu etablieren. Neu auf dem Markt ist zum Beispiel The SAP Job Board, eine Online-Börse zur Vermittlung von qualifizierten SAP-Experten an europäische Arbeitgeber, die jetzt auch in einer deutschen Sprachversion im Netz ist. Ingenieure und IT- Spezialisten gehören mehr denn je zu den hart umkämpften Berufsständen am deutschen Arbeitsmarkt. Daher ist dieser Marktbereich bereits dicht besetzt mit spezialisierten Anbietern wie newjob.de, dv-treff.de, heisejobs.de, ingenieurweb.de oder ingenieurkarriere.de usw.
Obwohl das Internet nicht als das ideale Medium gilt, um höhere Positionen in Unternehmen zu besetzen, gibt es mittlerweile Karriereseiten mit genau dieser exklusiven Zielgruppe wie beispielsweise www.experteer.de/ oder www.exec-appointments.com. Letztere versuchen seit kurzem auch am deutschen Markt Fuß zu fassen. Ganz im Gegensatz dazu ging 2007 auch die erste Jobbörse für den gewerblichen Stellenmarkt, www.arbeiten.de, in Deutschland an den Start. Typische Berufsfelder sind beispielsweise Mechaniker, Schlosser oder Elektriker.



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