Online-Stellenanzeigen wirkungsvoll gestalten…
Gelten für Online-Texte andere Regeln als für gedruckte Anzeigen? Ja und nein! Der Text gewinnt zusätzliche Dimensionen, bietet zahlreiche Kombinations-Möglichkeiten und folgt doch klaren Regeln. Denn Texte im Internet werden anders wahrgenommen als in Printmedien. Wer für das Internet schreibt, muss sich zwangsläufig anpassen. Das gilt auch für Stellenanzeigen.
Texte im Internet werden nicht gelesen! In der ersten Phase der Begegnung überfliegen wir sie. Bevor der Lesevorgang startet, orientiert sich der Besucher. Er erfasst die Navigation, überfliegt die Inhalte und sucht schon nach Vorteilen und relevanten Informationen. Hier werden Bilder, Strukturelemente und Symbole wahrgenommen. Erst dann erkennt das Auge Headlines, Schlüsselwörter, Links und einzelne Textbausteine.
Auch wenn bei Stellenanzeigen eine interessengeleitete Aufmerksamkeit vorausgesetzt werden kann, gilt: Hier müssen die wesentlichen Informationen schon auf den ersten Blick schnell und leicht zu erfassen sein und signalisieren: „Ich bin lesenswert, verständlich und einfach auszuwerten.“ Erst wenn die Schlüsselreize als solche erkannt werden und die Anzeige als lesenswert eingestuft wird, beginnt der Lesevorgang.
Auch Stellenanzeigen werden selektiv wahrgenommen
Damit Ihr Stellenangebot auch den Richtigen findet, muss es zum Lesen einladen. Und das bereits mit der Headline. Sie trägt bei Stellenanzeigen eine eindeutige und klare Berufsbezeichnung. Auch in stark technisierten Branchen mit vielen Fachbegriffen, Mode- und Fremdwörtern schätzen Leser Klarheit in der Sprache. Der „Key Account Manager“ ist noch immer ein Kundenberater. Wenn Sie auf den „Key Account Manager“ Wert legen: Klären Sie den Begriff in der Stellenbeschreibung auf.
Beschreiben Sie dann die zu vergebende Stelle in wenigen Stichpunkten und nennen Sie notwendige Qualifikationen, die seitens des Arbeitsnehmers erfüllt werden müssen. Im Unternehmensprofil arbeiten Sie Vorteile für den Leser heraus, blähen es aber nicht unnötig auf. Falls Sie viel zu sagen haben: Entzerren Sie Informationen und arbeiten Sie mit Aufzählungen. So genannte Bullet-Points entzerren den Fließtext und machen Inhalte schnell zugänglich.







