Interview mit Dr. Achilles (Jobware)
Dr. Achilles: Jobware hat bis heute Markenrechte in der ganzen Welt. Wir haben sogar in der Vergangenheit in den USA einen Stellenmarkt aufgebaut. Meine persönliche Erfahrung ist allerdings, dass das Recruiting in Deutschland, Österreich und der Schweiz ganz anders funktioniert als im Rest der Welt. Deshalb konzentrieren wir unsere Kompetenzen auf den deutschsprachigen Markt.
Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die Mobilität von Fach- und Führungskräften und damit die Frage, ob es wirklich einen internationalen Markt gibt, wenn wir bereits im deutschsprachigen Raum feststellen, dass die Mobilität der Kandidaten sehr eingeschränkt ist. Diese Erfahrung machen wir auch im Rahmen unserer Personalberatung Jobware Consult, denn vieles verschiebt sich sogar nur innerhalb der Bundeslandgrenzen: Einen Münchener nach Westfalen zu locken, ist schon eine etwas größere Herausforderung.
Dr. Achilles: Absolut, dieses Segment gibt es. Wir haben bei uns intern einen Anteil von fünf Prozent internationaler Stellenanzeigen ermittelt. Bei Monster liegt dieser Wert bei zehn Prozent, weniger als man eigentlich vermutet. Dieses Segment der internationalen Stellenanzeigen für Fach- und Führungskräfte ist natürlich spannend, aber eben relativ klein. Ich glaube, dass dieses Thema gut durch Agenturen bearbeitet wird. In jedem Land gibt es Spezialisten. Zuerst stellt sich immer die Frage nach der führenden Jobbörse, im zweiten Schritt jedoch ist die führende spezialisierte Jobbörse des betroffenen Segmentes gefragt. Wie Sie selbst am besten wissen, sind die Global Player nicht in jedem Land die stärkste Jobbörse. Hierbei handelt es sich um Spezialwissen, wozu eine besondere Kompetenz benötigt wird. Bei internationalen Ausschreibungen verweisen wir unsere Kunden an Agenturen. Ich bin überzeugt, dass man sich auf jeden Markt einzeln einstellen muss, um erfolgreich zu sein und Kandidaten erfolgreich anzusprechen.
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