SIND QR-CODES FÜR DAS MOBILE RECRUITING NICHT GEEIGNET?

Eine neue Studie zeigt, dass ein Großteil der 11-18 jährigen Teenager einen QR-Code nicht erkennt. Nachdem wir in unserem Januar-Newsletter über die Nutzung von QR-Codes beim Mobile Recruiting berichtet haben, ist für uns dieses Ergebnis ganz besonders spannend.
Was ist eigentlich noch mal Mobile Recruiting…
Mobile Recruiting bezeichnet eine elektronisch unterstützte Form der Personalbeschaffung. Firmen treten mit potenziellen Bewerbern unter Verwendung von mobilen Endgeräten wie z.b. Handys in Kontakt. Gerade für und mit Berufstätige(n), die viel unterwegs sind, ist dies eine praktische Form der Informationseinholung und Kontaktaufnahme. Auch beruflich unerfahrene Leute wie Schüler und Abiturienten können über ein Handy mit Internetzugang überall erreicht werden und z.B. Einladungen zu Bewerbersprechtagen oder Links zur firmeneigenen Karrierepage bekommen.
Die mobilen Geräte können somit nicht nur für Unterhaltung genutzt werden, sondern auch für die Jobsuche bzw. die Ansprache der Zielgruppe
…und welche Rolle spielen QR-Codes dabei?

Beim QR-Code (Quick-Response-Code = schnelle Antwort) handelt es sich um ein in Printanzeigen oder Plakaten verwendetes Zeichen zur optischen Codierung von Informationen. Wird es mit dem Handy abfotografiert, kann es mit der entsprechenden Software von diesem decodiert und in Text umgewandelt werden. Der QR Code verweist stets auf weiterführende Informationen im Internet.
Der Sinn besteht also darin, offline verfügbare Informationen online abrufbar zu machen.
Wie bekannt sind QR-Codes inzwischen?
So sinnvoll der neue Trend erscheint, so wenig verbreitet ist er bisher in der Praxis - zumindest bei der Zielgruppe der 11-18-Jährigen. Was haben Jugendliche mit dieser Technologie zu tun? Hier geht es einmal um das so genannte Mobile Marketing, d.h. den Versand von Werbebotschaften mittels Handy an die junge Zielgruppe. Aber auch für Recruiter birgt der neue Trend großes Potenzial. Man denke nur daran, dass Jugendliche via Mobiltelefon gezielt für Praktika und Ausbildungsplätze angesprochen werden können.
Eine britische Studie hat nun herausgefunden, dass gerade einmal 43% von 1000 Befragten erkennen, dass es sich um einen Code handelt, der mit einem Handy eingelesen werden kann.
19% wussten dagegen gar nicht, wozu dieser Code dient. Davon hielten 22% ihn für einen RFID-Tag, d.h. einen Code, der zur Identifizierung und Lokalisierung von Lebewesen und Gegenständen dient. Für 12% stellte der QR-Code eher eine Infographik dar und für 8% der befragten Mädchen ein Magic Eye Picture. Entsprechend dieser Zahlen hatten nur 19% der Teenager einen QR-Code Reader in Gebrauch, von denen erklärten immerhin 77% diesen als ein nützliches Tool.
Die Amerikaner sind uns einen Schritt voraus
Zum Vergleich: Eine amerikanische Studie zeigt, dass die Nutzung der Codes in Nordamerika um sagenhafte 1200% angestiegen ist! Vor allem die 35-44-Jährigen verwenden die neue Technologie und stellen rund 25% der Nutzer dar, wovon 64% Frauen sind. Auch hier zeigt sich jedoch, dass die Gruppe der unter 18-Jährigen mit 5% nur einen kleinen Teil darstellt.
Fazit: Quick-Response-Codes müssen bekannter werden
Smartphones mit ihren verschiedenen Funktionen sollten in unseren Landen mittelfristig noch bekannter werden. Die Chancen stehen gut, denn eine dem QR-Code vergleichbare Technologie gibt es nicht. In den Köpfen der Nutzer scheint das Prinzip der Verbindung von Offline –und Onlinewelt aber noch nicht richtig verankert.
Nicht nur für Werbezwecke, sondern auch für die Recruitingwelt, ist es interessant, dieses Hindernis zu überwinden, denn die 11-18-Jährigen sind in jeder Hinsicht eine relevante Zielgruppe, um Produkte, aber auch das eigene Unternehmen gezielt zu vermarkten.
Vor dem Hintergrund des viel diskutierten Fachkräftemangels wird es immer wichtiger, bei den Jugendlichen als attraktives Unternehmen so früh wie möglich präsent zu sein.








