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Recruiting in der Konjunkturflaute – ein Stimmungsbarometer

Wie wirkt sich die wirtschaftliche Lage auf die Rekrutierungen aus? Meinungen von Recruitern und Jobbörsen werden im Folgenden darüber Auskunft geben.

 

Die angespannte wirtschaftliche Lage beeinflusst in unterschiedlichem Maße das Recruiting-Verhalten der Unternehmen. Eine im Juni erschienene Studie belegt, dass viele Unternehmen in die Optimierung der eigenen Recruiting-Prozesse investieren, bevor sie eine Stellenausschreibung extern schalten. Printmedien sind besonders stark davon betroffen. 50 Prozent der Personaler signalisieren, weniger Printanzeigen zu schalten. Sie investieren eher in den Ausbau der eigenen Karrierewebsite, legen mehr Wert auf den persönlichen Kontakt bei der Werbung neuer Mitarbeiter und setzen zunehmend auf Karriere-Netzwerke wie Xing.

Branchenabhängige Rekrutierungen 

Aktor Interactive hat im Rahmen eines Stimmungsbarometers Unternehmen und Jobbörsen interviewt. Die dabei eingefangenen O-Töne der Marktteilnehmer ziehen eine Halbjahresbilanz zu den aktuellen Recruiting-Aktivitäten.

Dabei konnte die Annahme bestätigt werden, dass Online-Stellenmärkte generell einen Rückgang der Anzeigen zu verzeichnen haben. Allerdings haben sie Vorteile gegenüber den Printmedien, da sie variabler auf die Kosteneffizienz der Unternehmen reagieren können. Von der konjunkturellen Flaute sind besonders die auf Automobilbau und –zulieferung spezialisierten Unternehmen betroffen. Aber auch wenn der Rückgang in der Automobilbranche, dem Fahrzeug- und Maschinenbau sehr prononciert ist, gibt es im Gegensatz dazu Industriezweige in der Energie, Umwelttechnik und dem Baugewerbe, die trotz der momentanen wirtschaftlichen Lage eine ausgewogene Bilanz ziehen können.

Stellenbörsen reagieren mit Angeboten

N. Lohan von ingenieurkarriere.de bestätigt: „Es gab nie sehr viele Anzeigen für die Bauingenieure, aber dort konnte das Volumen beinahe gehalten werden.“ Bei  Jobware stellt man ebenfalls positive Tendenzen fest: „In vielen Branchen fehlt es trotz der aktuellen Wirtschaftslage an geeigneten Kandidaten. Neben Ingenieuren sind beispielsweise erstklassige Vertriebsspezialisten weiter knapp und begehrt,“ so U. Rust, Vertriebsleiter von Jobware.