Social Networks: Phänomen einer geschäftigen Gesellschaft
Als virtuelle Interessengemeinschaften verbinden Online-Netzwerke Gleichgesinnte, Geschäftsleute oder Neugierige aus der ganzen Welt. Dabei überwinden sie Ländergrenzen, Kulturunterschiede und Sprachbarrieren.
Wie verbreitet sind Social Networks heute?
Anfangs noch als Modeerscheinung bewertet, bescheinigen letzte Nutzungsstudien den Social Networks eine Durchdringungsrate von 75% in Europa. Mit anderen Worten drei von vier europäischen Internetnutzern betreiben „networking“. Dabei befindet sich die zahlenmäßig größte Networking-Community mit 24,9 Mio. Besuchern in Deutschland. Bezieht man sich jedoch auf die Reichweite in der Bevölkerung eines Landes, zeigt Großbritannien die höchste Durchdringungsrate (79,8 %) in Europa.
Laut Nielsenstudie verzeichnete Deutschland im letzen Jahr den größten Zuwachs an „Netzwerkern“. Erklärung für die anfänglich verhaltene Nutzung im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegt in den Datenschutzbedenken der Bevölkerung.
Eine Befragung von Xing bestätigt Frauen als das „kommunikative Geschlecht“, denn laut Ergebnis ist netzwerken, also socialising, weiblich. Insgesamt zeigen sich weibliche Führungskräfte interessierter an mehr Informationen (z.B. Kontakte, Veranstaltungshinweise) aus ihrem beruflichen Umfeld und betreiben aktiver Empfehlungsmarketing.
Social Networks beurteilt aus Unternehmersicht
Laut Umfrageergebnissen von HRMinfo.net, resultierend aus einer Befragung von 550 Managern & Personalverantwortlichen in ganz Europa, nutzen mehr als 50% der Befragten mindestens zwei bis drei Mal pro Woche Social Networks für berufliche Zwecke. Bei vielen unter ihnen hat diese Verwendung jedoch erst in den letzten ein bis zwei Jahren eingesetzt. Business Networking, in Kontakt bleiben mit (Ex)Kollegen, Informationsaustausch und Recruiting sind die vier Funktionalitäten, die als sehr wichtig eingeschätzt werden. Die befragten Entscheider beurteilen die Rekrutierungsmöglichkeiten via Social Networks als insgesamt gut.
Business Netzwerke wie Linked.in, Xing oder Video verkörpern heute alternative Wege, um auch passive Kandidaten zu rekrutieren. Auf ihren integrierten Stellenmärkten können Stellenanzeigen veröffentlicht und beim Login passender Profile angezeigt werden. Die zweite Möglichkeit besteht in der Direktansprache interessanter Profile über das Netzwerk oder mittels eines Datenbankzugangs.
Einschränkend muss hinzugefügt werden, dass mehr als 80 Prozent der Befragten heute nichts für die Nutzung von Social Networks bezahlen, nur knapp 38 Prozent wären bereit in Zukunft für Social-Network-Dienste zu bezahlen und allein 31 Prozent glauben, dass ihre Firma einen kostenpflichtigen Zugang übernehmen würde.







